Donnerstag, 1. März 2007

For sale: baby shoes, never worn.

Die Geschichte in der Titelzeile ist von Ernest Hemingway, mehr dieser SechsWortGeschichten gibt es hier. Anke Gröner hat da vor Ewigkeiten mal was zu gepostet, ich greife es hier Ewigkeiten später noch mal auf, weil es so wunderbar ist, und weil die [m1] ein drabble geschrieben hat.

Der Tag fängt gut an,...

...wenn man erstens von einem Weckruf des Pferdediebs geweckt wird und noch halb schlafend erstmal zehn Minütchen schnackt,
wenn man dann pünktlich zur Therapie kommt und einen kleinen Fortschritt verbuchen kann,
um hernach zuhause eine Stunde lang die Hüften zu schwingen, bis einem der Schweiß von der Nase tropft,
man dann frisch geduscht an der Uni ankommt und seine Arbeit schneller erledigt hat als gedacht
und einem der eigene Chef grad mal so drei Wochen Urlaub verpaßt.

Jetzt gehts gleich heim, Magisterarbeit schreiben: Ich bin guter Dinge.

Jawoll: Guter Tag.

Mittwoch, 28. Februar 2007

Ein Siebenschläfer und kein Kaninchen und auch nicht mehr so gereizt.

Manchmal müssen nur ganz andere Dinge erledigt werden, damit das, was soll, wieder funktioniert. Ich bin kein Kaninchen! Ha! Das ist doch mal was.

Magisterarbeit läuft nur schleppend, weshalb ich mich hiermit offiziell aus dem öffentlichen Leben abmelden werde für die nächsten Wochen. Ich bin raus, bis ich dieses Mistding von einer Kackbratze von einer Magisterarbeit fertig habe. Die Zeit drängt ganz unheimlich und es sieht auf gut Deutsch echt beschissen aus mit meiner Zeiteinteilung: Es braucht eine gehörige Portion Arschbackenzusammenkniff, um das jetzt noch halbwegs sinnvoll hinzubiegen. Und jede Menge Krankenscheine. Aber ich bin gewillt, mich da durchzubeißen. Was bedeutet, daß meine Laune die nächsten Wochen so gefährlich sein wird, daß ich das niemandem zumuten will. Und mich auch dazu zwingen, was zu machen, was durch AchLaßUnsDochMalKaffeeTrinken nur sabotiert wird.

Also habt Nachsicht, Freunde im echten Leben: Ich hab Euch nicht vergessen, sondern melde mich einfach mal ab und tauche unter und bin nicht ansprechbar, bis dieser Mist hier vorbei ist. Ab MitteEnde April hat der Spuk ein Ende (und hoffentlich ein gutes), dann bin ich wieder die Alte.

Bis dahin einfach hier mitlesen, denn ohne Bloggen kann ich dann doch nicht.

Ich bin ein Siebenschläfer, glaube ich.

Argh. Wer bitteschön hat diverse Dinge erfunden, wie beispielsweise meine Schlafkrankheit (respektive das Koma, aus dem ich grade gefallen bin) oder Schokolade? Das hat der Teufel gemacht, bin ich mir sicher. Jedenfalls ist Smiri nölig heute oder auch "knörmelig" (wobei das schon fast wieder zu schwach ist für meinen Zustand) und viel zu spät dran für alles. Menno...

Ich befinde mich im Grenzland zwischen Produktivität und Nervenzusammenbruch, in dem ich eigentlich am konzentriertesten arbeiten kann, wenn ich nur meine Panik im Zaum halte. Also, aufauf, genug gejammert: Es geht voran! Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt! (Jaja, die Neue Deutsche Welle...pfts!)

Gestern ist mir übrigens klargeworden, daß meine Zeit hier in meiner Wahlheimat begrenzt ist. So wie es aussieht, werde ich in einem Jahr hier weg sein, vielleicht ein bißchen mehr als ein Jahr, aber weg von hier. Schon ein seltsamer Gedanke... Wohin die Reise geht, steht auf eine merkwürdig selbverständliche Art und Weise außer Frage, wir werden sehen, ob die berühmten Umstände mitspielen. Wäre schön. Ungelegte Eier soll man allerdings nicht begackern, sagt ein altes Hühnersprichwort, daher pst!pst! leise, und lieber mal meine müden Knochen in Arbeitsmodus geschwungen.

Dienstag, 27. Februar 2007

Haben, Sein, Wollen und Werden.

Ich habe:
Angst, viel zu viel Angst vor allem und jedem und mir, was kaputtzumachen, vor der Zukunft, vor meiner Magisterarbeit, vor Menschen, im Dunkeln, vor Höhen, vor meinen Launen, vor meiner Angst
Freunde, von denen manche weit weg sind, andere hier, aber alle immer in meinen Gedanken
Streß, wegen meiner Magisterarbeit, dem was kommt, wegen mir und meinen Monstern, weil ich hunderttausend Dinge machen muß und nicht kann
eine Riesenwut im Bauch, weil ich bin, wie ich bin, und nicht aus meiner Haut kann, auf meine Eltern, weil sie so sind, wie sie sind, auf die Umstände aller Art, die widrig sind, weil manche Dinge nicht funktionieren, wie sie sollen
keine Hoffnung, weil alles so ist, wie es ist, und ich in meiner Angst denke, das wird so eh nichts, vergiß es.

Ich bin:
traurig, weil ich so denke, wie ich denke, und mich von Sachen verabschiede, von denen manche noch gar nicht passiert sind
müde, weil ich sein soviel Kraft kostet
alleine, weil mir keiner helfen kann bei dem, was es zu tun gilt
verwirrt, weil alles so ist, wie es ist und an allen Fronten und mir manchmal einfach nur viel zu viel
fest entschlossen, dazu, ein besserer Mensch zu werden, eine Zukunft aufzubauen, es nicht zu versauen, weil ich trotz allem Unbill alles schaffen will, was ich mir vorgenommen habe
froh, daß da so viele Menschen sind, die mich auffangen, allen voran der Pferdedieb, der gleichzeitig Problem und Lösung ist

Ich will:
nicht versagen, weder in dem, was man Karriere nennt, noch im privaten, kleinen Glück, an dem wir hier von zwei Ecken Deutschlands aus basteln
mich ändern, weil ich es muß und will und weil es besser ist, ich zu sein, als das, was man mich zu sein gelehrt hat
nur noch schlafen, weil ich so müde und angestrengt vom ÜberwachenÄndernBewertenTherapiertWerden bin
in den Arm genommen werden und für einen Moment ganz geborgen sein
kämpfen, für und gegen mich und die Umstände und die Magisterarbeit, auf daß alles gut werde

Ich werde:
es schaffen, egal wie, alles hinbekommen und hinbiegen
nicht verzagen, es wird schon alles gut
mein Ziel finden, was auch immer das sein mag
alles gut machen, wenn ich nur auf mich vertraue
stolz auf mich sein, weil ich das geschafft habe, woran ich jetzt beiße und kämpfe und fast den Mut dran verliere
die, die ich bin.

Nie fragen!

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