Dienstag, 20. Februar 2007

Stöckchen und Freudenbrüller. Ach so, und Weihnachtsfeiern, verspätete.

Eine eindeutige Kuriosität ist mir dann doch noch eingefallen, die ich nicht vorenthalten möchte, weil ich sie so kurios finde: Ich bin kein Einkäufer, sondern Zweikäufer. Ich kaufe nämlich öftestens (fast immer, eigentlich) zwei Dinge oder Dinge in doppelter Dosis. Einkaufen geht irgendwie nicht und macht mich ein wenig unruhig: Wenn ich beispielsweise zum Bäcker gehe und mir EIN Kaffeestückchen kaufen will, kaufe ich zwei. Meist zwei verschiedene, aber zwei. Oder nehmen wir an, ich kaufe Wein für eine Party: Zwei Flaschen. Oder aber überhaupt Einkaufen: Ich kaufe zwei. Was nicht heißt, daß ich alles doppelt kaufen muß, es irritiert mich nur eben manchmal ungemein, nur einen Artikel aufs Band zu legen. Warum? Weiß ich auch nicht.

Darüberhinaus könnte ich heute aufgrund eines kleinen, aber feinen Unterschieds in einem gewissen Profil einer gewissen Seite schalalala nur so vor mich hinbrüllen vor guter Laune. Jawohl. So soll das: Gut.

Und innerhalb der nächsten Dreiviertelstunde mache ich mich auf den Weg zur FKS-Weihnachtsfeier (ja, wir haben fast März. Na und?), nachdem ich eine der beiden (klar, oder?) Tiefkühllasagnen in mich reingetan habe: Das mit dem Essen funktioniert nämlich wieder und geradezu besser, als mir lieb ist.

Wooooooooooooooooooooooooooooohoooooooooooooooooooooooooooo!
Mußte mal gesagt werden. Gnihihi.

Stöckchen... gefangen!

Smiri hat sich erlaubt, dem Jojo ein Stöckchen zu klauen und hier zu beantworten.

Smiris KuriositätenKabinett (echt nur sechs Stück? Ach menno...):
  1. Smiri ist furchtbar abergläubisch, aber nur in manchen Belangen. Soll heißen: Ich schaue meinem Gegenüber beim Anstoßen immer in die Augen, ich klopfe zur Sicherheit dreimal auf Holz, ich gehe niemals unter einer Leiter durch und erzähle meiner Ma erst vier Wochen später, wenn ich verliebt bin.
  2. Smiri muß sehen, was sie ißt, sprich: Im Dunkeln essen geht gar nicht, mit zu wenig Licht auch nicht, also weder im Kino (außer ganz ganz ganz selten mal) noch vorm Fernseher, wenn sonst kein Licht an ist. Macht CandlelightDinner für Smiri ein wenig unromantisch, weil ich immer zusätzliche Lampen anmachen muß.
  3. Ich habe ein gravierendes Problem damit, Wäsche aufzuhängen. Warum, entzieht sich völlig meiner Kenntnis, aber in besten Zeiten habe ich Wäsche fast eine Woche in der Maschine liegen lassen (und insgesamt dreimal gewaschen), bevor ich mich dazu aufraffen konnte, das Zeuch an den dafür vorgesehenen Wäscheständer zu applizieren. Der stand damals auch nicht im schwer zugänglichen Keller vier Straßen weiter oder so, sondern neben der Waschmaschine. Nie fragen...
  4. Ich hasse es wie die Pest, geküßt zu werden, wenn ich gerade was in der Hand habe (Kaffeetasse, Zigarette, Telefon, Greeblewoopfulminator,...). Wenn das öfter passiert, werde ich richtig pampig und rege mich innerlich furchtbar auf: Fühlt sich für mich nämlich an wie permanent beim Erzählen unterbrochen werden.
  5. Ich habe eine Allergie gegen Schlager. Ernsthaft: Wenn ich Schlager höre, bekomme ich diffusen Juckreiz am ganzen Körper und werde sehr schnell unglaublich ungehalten.
  6. Wenn ich gestreßt bin, zu wenig Koffein im Kreislauf habe oder sonstwie den Kopf in den Wolken, vergesse ich alles. Wirklich alles. Geburtstage, Anrufe, Termine, meinen Schlüssel, was gestern passiert ist: Weg. Weshalb ich auch gerne mal mit einem Goldfisch verglichen werde. Morgens kann das derart ausarten, daß ich vergesse, meine Brille aufzusetzen, und mich wundere, weshalb ich nix sehe. Oder auch mal Kaffee koche ohne Kaffeepulver. Oder ohne Wasser. Oder ohne Schuhe aus dem Haus will. Oder dreimal zurück nach Hause muß, weil ich irgendwas verpeilt habe. Oder fünfmal dazu ansetze, die [m1] irgendwas zu fragen, und über "Äh, sachma..." nicht hinauskomme.
Das waren jetzt sehr subjektiv ausgewählte Kuriositäten, es gibt bestimmt noch weitere. Und um ein braver Blogger zu sein, werfe ich das Stöckchen weiter an die [m1].

...

Keine Sinnsprüche heute, keine tiefschürfenden Gedanken, keine Liedtexte: Der Phoenix ist müde und verpeilt und zufrieden.

Tiefe Ruhe macht sich breit und Sattheit: Das Wochenende hat mich satt gemacht und strahlend und laut der Missy sehe ich verwundert und erstaunt und strahlend aus, daß es so etwas wieder geben kann. Ich fühle mich, als leuchtete ich vor lauter Zufriedenheit über das, was ist, und was wir uns sind, die wir uns verflechten und verbandeln, alle meine HerzMenschen und ich und allen voran die zwei MenschenHerzen, von denen eines Smiris großes, sperriges ist, was sich erstaunlicherweise sehr leicht und zuhause fühlt.

Mir ist vieles sehr klar in meiner müden Zufriedenheit und ich bin zum ersten Mal seit langem endlich wieder in der Lage, mich aufgehoben zu fühlen: Große Neonbuchstaben an der Innenseite meiner Stirn, die leuchten und drängen und sich ihren Weg auf meine eigene Weise nach außen bahnen, die im Raum stehen und einfach da sind. Doch ich lasse sie einfach stehen: Manches bringt Unglück, das lehrte mich Trash Town, und ich bin ein abergläubischer Mensch. Ich werde auch so verstanden, und das, was ich nicht sage, macht keine Angst. Das ist gut.

Und jetzt wird geschlafen.

Samstag, 17. Februar 2007

Wir waren am Meer...also, ich zumindest.

Mitgenommen worden im Halbschlaf vom Pferdediebschen Gitarrenspiel: ganz eigenes Musikvideo oder eigener Soundtrack, Momentaufnahmen.
Zug fahren, umsteigen, weiterfahren, Wiese im Sommer, Gänseblümchen, eine Wohnung in Berlin, sich streitende Menschen, schlafen, einen Brief lesen, vieles im Zeitraffer, manches dann wieder Echtzeit, zum Beispiel der Pferdedieb, wie er auf dem Sofa sitzt und Gitarre spielt. Regen, das Meer, Sand.

Kurze Blitzlichter. Schade, daß man das eigene Kopfkino nicht mitschneiden kann: Ein schöner Film war es.

Glück ist satt und zufrieden und müde seufzen.

Nur ganz kurz: Gut ists und schön und der Pferdedieb sitzt neben mir im Wohnzimmer und spielt Gitarre, während ich blogge.
Zuhause, nicht mehr, nicht weniger, sondern jetzt und hier. Müde und satt und zufrieden: So einfach ist das mit dem Glücklichsein.

Ganz großes Gefühl von AllesIstGut, wenn auch hier und da was entelt, ich bestimmte Wirren der Vergangenheit nicht verstehe oder wie Menschen und Kombinationen so ungut werden können mit der Zeit oder nur noch ein schaler Nachgeschmack bleibt. Wie gesagt: Enteln und ein bißchen schmerzen tuts, hat aber mit mirhierjetzt nichts zu tun.

Die [m1] ist übrigens veröffentlicht: Gratulation, meine Liebe. Du bist super!

Heute ist Zuhause ist Jetzt. Punkt.

Freitag, 16. Februar 2007

Am nächsten Morgen sieht alles besser aus.

Ja, manchmal kann es schon nerven, daß Eltern oder Angehörige der älteren Generation mit solchen Sprüchen immer recht haben. Haben sie aber nunmal meistens...

Mit einer Nacht ausreichendem Schlaf und einer Tasse Kaffee und Sonnenschein, wie er schöner nicht sein kann an diesem 16. Februar bleibt wenig vom gestrigen Unmut übrig, ein leichtes Ziepen hier und dort, was mehr der Unsicherheit zuzuschreiben ist und der Mulmigkeit, WieWirdDasJetzt, WieGehtEsUnsDamit, WieGehenWirMiteinanderUm. Aber das vorherrschende Gefühl ist Freude, ganz große Vorfreude und überhaupt Freude: HeuteHeuteHeuteHeuteHeute!
Alles andere tritt erstmal in den Hintergrund: Ich will und kann mich nur noch freuen.
Meine neue CD ist da (Sia, "Colour the small one") und ist der Soundtrack dieses Tages: Aufstehen, Kaffee trinken, die [m1] wurbelt in der Küche, wir machen die Wohnung schön, alles wird gut und ist es schon. Alles friedlich und die Sonne scheint, blauer Himmel: Der erste seit Ewigkeiten.

Noch sieben Stunden, und dann...
Am Bahnsteig stehen und warten und nervös sein und einen kleinen heißen Gummiball im Magen haben, der auf und ab hüpft und sich an den Haaren zupfen und am Mantel nesteln und Hände in die Taschen und wieder aus den Taschen und auf und ab gehen und sich albern vorkommen, weil man so nervös ist.
Zug fährt ein, Menschen steigen aus, ScannenScannenScannen: Wo, wo nur? Zug verpaßt? Doch nicht gekommen? Absurde AngstNervösGedanken machen sich breit: Was, wenn...?
Und der Moment wie ein Stich, der Gummiball löst sich auf, verglüht innerhalb einer Sekunde wie ein kleiner Komet, der in den eigenen Magen gestürzt ist: DA! Jeder Gesichtsmuskel fängt an zu Grinsen, plötzliche Verlegenheit, aufeinander zustaksen wie Marionetten eines ungeübten Puppenspielers, wie an Fäden, zueinander gezogen.
Sich dann in die Arme fallen, unendlich erleichtert: Wir hier, jetzt, gut.
Den vertrauten und fast vergessen geglaubten Duft riechen, nie wieder loslassen wollen, zwei Menschen eingehüllt in ihr eigenes Wiedersehensuniversum, in das nichts von außen dringen kann in dem Moment, wo alles golden ist und schön und strahlt und man sich riecht und berührt und es kaum fassen kann: Wir, jetzt, hier? Gott, wie gut, wie gut.

Darauf freue ich mich. Noch sieben Stunden...

Mein Ohrwurm seit gestern Abend sei an dieser Stelle nicht verschwiegen, denn manche Ohrwürmer haben ihre Berechtigung. Sie versuchen, ihre Botschaft loszuwerden, und gehen nicht eher weg, als bis man ihnen zugehört und sie verstanden hat. So auch dieser:

Die Braut haut ins Auge, "Nichts ist für immer"

Zwei Millionen Menschen in dieser Stadt
und genauso viele Möglichkeiten
Zufall führte uns zusammen aber wir entscheiden ob wir bleiben

Nichts ist für immer kommt aus meinem Mund
doch meine Augen wollen immer alles
Ich kann dir kein Versprechen geben
doch ich kann, oder ich könnte dich lieben

In meinem schönsten Kleid steh ich vor dir
und sing dir meine Lieblingslieder
als sänge ich sie zum ersten mal
doch du ahnst schon - es ist nicht wahr

Nichts ist für immer kommt aus meinem Mund
doch meine Augen wollen immer alles
Ich kann dir kein Versprechen geben
doch ich kann, oder ich könnte dich lieben

Und alles fängt wieder von vorne an
wir rollen unsere Geschichte auf
und jedesmal wird sie kompakter und abstrakter wie in einem Film

Und nichts ist für immer kommt aus meinem Mund
doch meine Augen wollen immer alles
Ich kann dir kein Versprechen geben
doch ich kann, oder ich könnte dich lieben

I don´t care who you are, where you´re from,
what you do - as long as you love me
who you are, where you´re from, what you do - as long as you love me

Dieses Lied hat Flügel
Dieses Lied hat Flügel
Dieses Lied hat Flügel
Dieses Lied hat Flügel

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