Montag, 9. Oktober 2006

Lied des Tages...

Klingt makaber, ist aber gar nicht so gemeint: Falls mich mal das Zeitliche segnen sollte, wäre das eines der Lieder, wenn nicht sogar _das_ Lied, was bei meiner Beisetzung gespielt werden sollte. Weil es so schön ist und so gut auf eine Beerdigung paßt, wie ich finde. Besonders auf meine.

Lisa Loeb, "Leaving on a Jet Plane"

All my bags are packed, I'm ready to go.
I'm standing here outside your door
I hate to wake you up to say Goodbye

But the dawn is breaking it's early morn
The taxi's waiting he's blowin' his horn
I'm ready I'm so lonesome I could die

So kiss me and smile for me
Tell me that you'll wait for me
Hold me like you'll never let me go
'cause I'm leaving on a Jet Plane
I don't know when I'll be back again
Oh babe I hate to go

There's so many times I've let you down
So many times I've played around
I tell you now they don't mean a thing

Everyplace I go I'll think of you
Every song I sing I'll sing for you
When I come back I'll wear your wedding ring

So kiss me and smile for me
Tell me that you'll wait for me
Hold me like you'll never let me go
'cause I'm leaving on a Jet Plane
I don't know when I'll be back again
Oh babe I hate to go

Now the time has come to leave you
One more time let me kiss you
Then close your eyes and I'll be on my way

Dream about the days to come
When I won't have to leave you alone
About the times that I won't have to say

So kiss me and smile for me
Tell me that you'll wait for me
Hold me like you'll never let me go
'cause I'm leaving on a Jet Plane
I don't know when I'll be back again
Oh babe I hate to go

I'm leaving on a Jet Plane
Don't know when I'll be back again
Oh babe I hate to go.

(And I'm) Leaving on a jetplane...

Ich weiß, das Original ist eigentlich von John Denver, aber die Mädchenversion hats mir nunmal angetan. Anyways, we're talking about my funeral here, remember?

Marburg, Nochnoi Dozor und Seltsame Träume, die...ungezählte.

Willkommen zuhause, verehrte Smiri!

Ich bin nach überaus wohlverdientem Urlaub in diesem schönen Städtchen wieder zuhause angelangt und rekapituliere nun ein entspanntes Wochenende, was die Rekapitulation recht kurz gestaltet.

In Marburg gibt es kaum Ratten der Lüfte (vulgo: Tauben), dafür aber umso mehr Krähen, was zusammen mit Abenddämmerung und Nebel und alten Häuserdächern eine immens beeindruckende Atmosphäre erzeugt, die mich doch sehr stark an Nochnoi Dozor erinnert hat. Marburg ist, kurz gesagt, sehr sehr malerisch. Und hat viele Berge, viel Kopfsteinpflaster und noch mehr Treppen.

Große Freude darob, mit Leuten, die mir wichtig sind, drei Tage verbringen zu dürfen, und diese drei Tage genießen zu können, nicht arbeiten zu müssen, nicht nachdenken, zu normalen Zeiten schlafen und überaus leckere Dinge essen. Großartig. Und verdammt nötig, wie ich zum Einen an meinen Träumen merke, zum Anderen an meiner Stimmung, kaum daß ich heimatlichen Boden betreten habe.

Meine Träume sind seltsam, meine Stimmung nicht minder: Alles verschoben, alles merkwürdig, Bedürfnisse kristallisieren sich heraus, andere treten mehr in den Hintergrund denn je. Alte Geschichten wärmen sich auf, kochen über, verdichten sich zu Traumbildern, die gleichzeitig arg plakativ und sehr kryptisch und verworren sind.

Was will ich denn nun wirklich?

Viel zu viele Dinge, die nicht gut für mich sind.

Aber jetzt bin ich erstmal zuhause, erkältet und ausgeschlafen und doch irgendwie müde und erschöpft. Und wir werden sehen, wie die Geschichte weitergeht.

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Tief, tief unten...

...auf dem Grunde des Ganzen: Sowas wie eine Explosion im Festspielhaus, in meinem Falle eher eine Implosion. Die Rollen sind falsch verteilt, eindeutig, und jetzt spüre ich es, wie es ist, wenn alle Falschheiten beseitigt sind, enttarnt, aufgedeckt, wenn klar ist, welche Rollen falsch besetzt sind und welche gänzlich unbesetzt.

Das tut weh und macht mich müde und fertig und malt Ringe unter meine Augen, die ich so noch nie hatte oder nur selten, nur nach Schlafentzug und nicht nach tagelang nur Schlafen, wochenlang unter Wasser, tief unten am Grunde meiner Seele sind meine Augen groß und dunkel und sehensehensehen die ganze Zeit und sehnen sich und wissen doch: So nicht, niemals, nicht in nächster Zeit.

Und trotz allem ist es gut, daß es so ist, wie es ist. Der Prozeß läßt sich jetzt nicht mehr aufhalten, die erste Etappe ist geschafft, wie es scheint, es kann nur besser werden. Und auch wenn es mich nach Ruhe dürstet, nach echter innerer blinder Ruhe, die nicht sieht und nicht versteht und einfach nur da ist und sich geborgen fühlt im eigenen Leben: Ich habe es zum ersten Mal in der Hand, was aus mir wird. Und kann noch nicht sehr viel damit anfangen, aber ich lerne. Und ich weiß, ich lerne schnell.

Fazit: Es tut weh, es macht müde, es macht mürbe und das Herz groß und leer und mich traurig und unkonzentriert und unfähig, den guten Momenten zu begegnen und es macht mich einsam, aber auch ehrlich und frei und ich weiß, was ich tue, tue ich für mich und nur für mich. Und es ist mein Leben, meines ganz alleine, was ich führe und gestalte und es kann nur besser werden am Grunde meines mir eigenen Sees. Und ich erschaffe mich neu oder grabe aus, was unter Trash Town verborgen liegt: Die ersten Mauern stehen schon, der Phönix wird ein bißchen erwachsener und die Augen größer und dunkler und noch sehender, als sie es eh schon sind.

Meine Ruh' ist hin, mein Herz ist schwer...

...und irgendwie stürmt es, obwohl es windstill ist. Keine Angst, ich verstehe mich selber nicht. Ich weiß nur, ich hab grad keine große Lust auf mein Leben, weil nichts passiert und es mir noch nicht mal richtig schlecht geht. Aber auch nicht richtig gut, irgendwie geht es mir gar nicht, nichts geht mehr und das geht so gar nicht. Haha.

Prrfffzzzz...

Ich bin gelangweilt und angepißt und herbstlich, wie so oft. Und ein bißchen verzweifelt, weil mein Herz dort hängt, wo es nicht hingehört: Außerhalb meiner Reichweite nämlich und zugleich in mehreren Zeitzonen. Auch diese außerhalb meiner Reichweite.

Und morgen ist wieder Therapie angesagt (ich hatte sowas wie ne Woche Urlaub) und ich weiß nicht, was ich erzählen soll, weil ich innerlich und äußrelich eingefroren bin und mich das einfach nur ankotzt. Und weil ich nicht genau weiß, wie ich irgendwem oder irgendwas begegnen soll und mich nichts erheitert und aufmuntert und alles irgendwie fade und unschön ist. Ich beschwer mich nicht: Mir ging es noch nie so klar wie jetzt und ich war noch nie so sehr bei mir und so wehrhaft und bewußt, aber...es reicht nicht. Nicht jetzt.

Bäh. Ich nerv mich selber und würd drüber lachen, wenn ich nicht so viel mit Jammern und zetern und tagträumen beschäftigt wäre, von Menschen, die waren und Konstellationen, die so nie eintreten werden.

Und das Glück um mich herum färbt nicht ab, sondern macht mich unglücklich. Und traurig und genervt und einsam, ein bißchen. Ich muß was tun, aber was? Ich bin so müde und überdrüssig und warte auf Highlights, die erstmal nicht passieren werden, weil das herz, das dumme, sich nicht zufrieden gibt mit nichts, sondern erwartet und hofft und träumt und verlangt und will. Und der Kopf hat hierbei wie immer erstaunlich wenig zu melden.

Ein paar Mal mit dem Miszter reden bewirkt, daß ich mich erinnere, mich wieder sehne, weil es sonst niemanden zum Sehnen gibt, weil das Herz sich erinnert und alte Tage heraufbeschwört, die gut waren. Ja, ich hänge noch am Miszter, so absurd das klingen mag. Auch für mich klingt es absurd. Und es ist absurd und fern jeglicher Realität, das Nie und Nie Mehr und Vorbei und Endgültig gilt immer noch und verliert diese Gültigkeit auch nicht. Da hilft auch kein diffuses Nur Noch Einmal, denn auch das fällt unter Niemals Mehr.

Smiri ist einsam, merkt man das? Und sich ihrer Einsamkeit bewußt und sich auch bewußt, daß sich da so schnell nichts dran ändern wird, weil mein Herz an den falschen Leuten hängt, weil es bei mir nicht bleiben mag, das dumme, kleine große Smiriherz. Weil es umtriebig ist und unternehmungslustig und hoffnungsvoll und ein bißchen verzweifelt.

Meine Ruh' ist hin, mein Herz ist schwer, ich finde sie nimmer und nimmermehr.

Seufz.

Mittwoch, 4. Oktober 2006

Willkommen zuhause, Jakob.

Ja, seit ein paar Tagen ist es so weit: Jakob hat die Welt erblickt, und eine meiner allerbesten Freundinnen ist seine Mutter.

Ich freue mich darüber, auch wenn ich den jungen Herrn noch nicht kennengelernt habe (das kommt aber sicher bald).

Und ich wünsche ihm das allerbeste, auch wenn kein Leben jemals nur allerbestens verläuft. Aber ein intensives, lehrreiches Leben soll er haben, und wenig Schmerzen erleiden müssen. Und viele tolle Leute kennenlernen und tolle Beziehungen führen und als Kind viel Spaß haben und die Welt von ihrer guten Seite erfahren. Und sich richtig schön dreckig machen draußen im Wald und wilde Spiele spielen und sich nicht verrückt machen lassen von den Verrückten in der Welt. Er hat gute Voraussetzungen: Tolle, richtig tolle Eltern, die sich und ihn lieben und auf ihn aufpassen, eine große Familie, die sich kümmert und sorgt und da ist und eine großartige Stadt und ein tolles Viertel, was es zu erkunden gilt. Let's go exploring, wie Calvin und Hobbes sagen würden.

Schon ein irrer Gedanke, daß er in ein paar Jahren ein erwachsener Mensch ist. Und jetzt noch so klein. Und wenn er so alt ist, wie ich jetzt bin, bin ich schon Anfang Fünfzig. Wahnsinn.

Jakob, ich freu mich auf Dich.

Willkommen zuhause.

Nie fragen!

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