Mittwoch, 23. November 2005

that's just the way it is...

"Irgendwas ist immer", sagt man. Stimmt auch. Wenn die großen RiesenTerrorProbleme nämlich verschwinden, lauert der Alltag mit seinen kleinen, miesen Tricks schon an der nächsten Ecke.

Die Zahngeschichte macht mich wahnsinnig. Ich weiß einfach nicht, woher ich die Nerven, die Zeit und vor allem das Geld für neue Zähne herholen soll, will aber bitte auch keine Riesenbrücke. Und eigentlich auch keine fünf Zähne gezogen bekommen. Oh mannmannmannnnnnnnn...

Mal abgesehen davon wäre ich gerne mal wieder so richtig froh. Und nicht immer nur genervt oder gestreßt oder fertig oder immer müde, wie es zur Zeit der Fall ist. Der Miszter ist zur Zeit meine Festung, er nimmt mich auf und an und hält mich fest. Aber ich will das nicht mehr, nicht mehr so düster sein und permanent überfordert.

Augenscheinlich bin ich depressiv und würde gerne etwas dagegen unternehmen. Das übliche "Reiß Dich zusammen" ist hier leider fehl am Platze. Das hat vor zehn Jahren noch bei mir funktioniert, aber mittlerweile habe ich mich viel zu lange viel zu sehr zusammengerissen. Meine Mechanismen, die ich mir in dieser Zeit aufgebaut habe, sind für Normale nicht verständlich, fürchte ich. Da hilft kein AmRiemenReißen, ZähneZusammenBeißen und AnSchöneDingeDenken mehr. Das ist tiefer, sitzt tiefer und zieht tiefer.

Mein Vater hat mir geschrieben. Sollte es möglich sein, Kontaktaufnahme, Herstellung eines Bezugs? Nach so vielen Jahren? Ich hoffe drauf und glaube fast schon dran. Das ist etwas Schönes, vielleicht, in einiger Zeit.

Zur Zeit habe ich die ersten Sitzungen bei einem Therapeuten, auch das: Vielversprechend.

Mein Führerschein tröpfelt vor sich hin, aber: es wird.

Alles gar nicht so schlecht, oder?

Warum kann ich also nicht mal ein bißchen froh und zufrieden sein, mit mir und der Welt, hm? Es scheint, Smiri hat verlernt, sich zu freuen. Vielleicht war das die Unschuld, die ich diesen Sommer verloren habe: Nicht die Liebe, sondern die echte, innige Freude, wer weiß?

Aber keine Angst, ich suche sie. Und werde bestimmt irgendwann fündig. Ist wie mit allen meinen Sachen: Ich weiß, sie sind da, ich weiß, ich habe sie. Nur wo, das weiß ich meistens nicht. Oder nicht auf Anhieb.

Samstag, 19. November 2005

Liebes Tagebuch,...

So viel wirres Zeug in meinem Kopf...

Zur Zeit scheinen alle anderen Menschen wieder toller, größer, schöner, glücklicher und besser zu sein als ich.

Aber ich arbeite dran, für mich gut zu sein. Und, come on, so schlecht bin ich ja auch gar nicht. Ich ziehe mich nur zurück, bin wieder mehr in mir und daher weder gesprächig noch besonders energiegeladen.

An manchen Tagen sieht es aus, als würde mir alles, aber auch wirklich alles vehement und mit stoischer Gleichgültigkeit über den Kopf wachsen. Solche Tage gibt es.

Und an manchen Tagen bekomme ich so viel erledigt, ohne es zu merken...

Mein Vater hat geschrieben. Das rockt mich gerade ein bißchen.
Die paar Gespräche mit einem mir unheimlich sympathischen Psychotherapeuten bringen Dinge ans Licht, die mich treffen und verwirren, mir Sachen über mich bewußt machen. Es bewegt sich schon viel, aber noch zu viel muß getan werden, um wirklich mitfließen zu können. Immer wieder bremse ich mich selber oder werde gebremst.

Meine finanzielle Situation wird ab Januar echt interessant, weil ich ab dann sehr wahrscheinlich zum ersten Mal und gezwungenermaßen völlig auf eigenen Füßen stehen muß. Das ist ein großer Schritt Richtung erwachsen, finde ich. Komplett selbstfinanziert durchs Leben stolpern und wissen: Ich arbeite jede Minute, die ich arbeite, für meinen Lebensunterhalt. Darüber hinaus gibt es keinen Pfennig Geld. Schon irre, das. Aber zu machen, stressiger als vorher halt, aber zu machen, bin ich mir sicher.

Der Miszter ist bei mir, mehr als bei mir. Nicht immer einfach, aber gut, der Miszter. Der mir übrigens ein wundervolles Geburtstagsgeschenk machen wird (das weiß ich schon vorher, weil es anders nicht zu machen war; ich muß ja schon einverstanden sein.). Was, wird hier noch nicht verraten, aber ich werde mal berichten, wenns soweit ist. Noch ein Monat, fällt mir gerade auf. Zeit für meine alljährliche Geburtstagsdepression...

Und beim Zahnarzt war ich gestern. Arrrrrrrgh. Die wollen mir fünf Zähne ziehen (vier weise und einen dummen OttoNormalZahn). Und dann brauche ich was als Ersatz für den OttoNormalzahn, weil ich sonst eine Lücke von der Größe zweier Backenzähne habe, bißchen viel für knapp 26. So, und dann habe ich als OttoNormalVersicherte Studentin die Wahl zwischen einer sackhäßlichen metallfarbenen Brücke (bezahlt die Krankenkasse), einer keramikfarbenen Brücke (bezahlt die Krankenkasse nur den Grundstock, die Keramikverkleidung blecht die arme Studentin mit der interessanten finanziellen Situation), welche beide die umliegenden Zähne beinhalten und auf Dauer kaputtmachen, oder Implantaten, die die Zähne nicht kaputtmachen, toll aussehen, aber leider leider GAR nicht bezahlt werden. Ich habe mir Bedenkzeit und Kostenvoranschläge aller Art erbeten und frage mich, was sowas wohl kostet. Die Antwort wird sich zwischen HrnghNichtGanzBillig und AuauauaArghAutschVerdammtSchweineSauSackTeuer bewegen, da bin ich mir sicher. Was wünsche ich mir zu Weihnachten? Geld für neue Zähne, wies aussieht. Ich kann nur hoffen, daß meine Brille nicht kaputtgeht, sonst stünde ich vor der Wahl "Essen oder Sehen"...

Aber ich will nicht jammern, das Leben ist schließlich kein Ponyhof. Jedenfalls habe ich hier für heute genug berichtet.

Ich empfehle mich und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

Smiri
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Donnerstag, 10. November 2005

Metaphysische...Philosophie?!?

Zwei Gedankenstränge, die mich beschäftigen, die in unendlich viele andere Gedankenstränge münden können (si geschehen gestern abend) und die ich niemandem vorenthalten will (auch meinem späteren Ich nicht, was sonst alle diese wunderbaren Gedanken vergessen würde...flugunfähig gemacht aufgrund eigener mangelhafter Gedächtnisleistung, zögen wir Barrie respektive Peter Pan zu Rate. Das muß man jetzt nicht verstehen, deshalb steht es auch im Klammern. Meine Assoziationen werden flügge und selbständig und tummeln sich deshalb immer wieder mal außerhalb des geschützten SmiriKopfInnern, anstatt hübsch brav daheim im Dunkeln meines Hirns zu weilen. Das haben sie bestimmt von den subversiven Fellbällchen, die ich übrigens immer noch immer wieder mal auf meinen Schreibtisch huste. Hoppla. Die Assoziationen sind heute ganz schön aufmüpfig...Ruhe jetzt, ich will bloggen, verdammt!).

Es ist doch so: Rein theoretisch könnte jeder Mensch, der mir gegenübersteht, zu jedem Zeitpunkt der Unterhaltung alles sagen, in allen Sprachen. Wie kann ich sicher sein, daß er wirklich Bezug auf meinen vorhergehenden Satz nehmen muß? Besonders, wenn man ganz am Anfang einer Unterhaltung steht und vielleicht noch kein einziges Wort gefallen ist? Wär das nicht irre? Mein Gegenüber macht den Mund auf und heraus kommt nicht "Guten Tag" oder "Ein Milchkaffee, bitte", sondern "slhasrgöhfvletjkp?5jhz%&§08094*#!" (was in der Tat das ist, was ich des öfteren zu verstehen glaube...ich höre schlecht und bin zumeist mit den Gedanken überall, nur nicht jetzt. Und hier schon gar nicht.).

Zweitens: Wo wir eben schon beim Gedächtnis waren: Wie werden Informationen überhaupt abgespeichert? Theoretisch ist alles, was ich in meinem Hirn an Informationen abgespeichert habe, jederzeit verfügbar. Aber wo ist das Wissen, wenn ich es nicht brauche? Und wie ist es? Wie sieht es aus? Einser und Nuller? Strom und NichtStrom? Aber was macht es dann, wenn es nicht gebraucht wird? Und: Mal angenommen, ich rufe das Bild einer Situation ab, die ich durchlebt habe. Wohin projiziert das Hirn dieses Bild? Ich kann die Augen zumachen und "sehe" immer noch, aber: Ich zum Beispiel sehe Sachen vor meinem "geistigen Auge" besser, wenn meine echten Augen offen sind und nicht zu. Warum?

Von der Unterhaltung, die ich mit dem Miszter gestern über Zeitreisen hatte, fange ich besser gar nicht erst an...

Nie fragen!

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