Mittwoch, 14. März 2007

Kurzfassung eines langen Wochenendes.

Woah...was ein Wochenende. Wie bringt man das, was da alles passiert ist, in einem Blogeintrag unter?

Schön wars und anstrengend. Und kurz vor knapp, ein harter Ritt auf meiner druchgehenden Paranoia, die mich fast dazu veranlaßt hätte, auf ihr gen (Sonnen-) Untergang zu reiten, nur um schneller zu sein als mein liebster Läufer, der eigentlich ein Kämpfer ist (meiner Meinung nach), und nur noch einige Zeit braucht, um das auch mal einzusehen.

Was schön war: Viel Familie, und alle lieb und nett und eigen, alle auf einem Haufen, ich mittendrin und das Gefühl: Verdammt, die mögen mich. Ich glaub sogar, richtig gerne. Große Akzeptanz, "nettes Mädchen", großmütterlicher Ritterschlag, der mich ehrt und mich drei Zentimeter größer macht, mindestens.

Weitere Ehrung: Der Jugo ruft Donnerstags extra aus Hannover an, um mir ein schönes Wochenende in Göttingen zu wünschen, weil wir uns wahrscheinlich nicht sehen am Wochenende.

Ganz großes Kino: Versprechen, die man sich selber gegeben hat, auch einzuhalten, wie zum Beispiel das, wiederzukommen in das Haus mit dem Klavier im Flur.

Anstrengend waren die Zentimeter oder auch Kilometer zwischen zwei Köpfen, NäheDistanzErwartungEnttäuschungFernbeziehungsgalore par excellence, der sich Montag nacht dergestalt entlud, daß ich jemandem seine eigene Persönlichkeit um die Ohren gehauen habe, daß es nur so geraucht hat. Und ich hatte recht, mit fast jedem Punkt.
Und plötzlich taten sich Abgründe in Form von Möglichkeiten auf, sodaß ich bis zweieinhalb Stunden vor meiner Abfahrt nicht mehr wußte, wie das jetzt weitergeht, mit was für einem Gefühl ich nach Hause fahre, ob es das jetzt gewesen ist oder nicht.

Das war knapp.

Und andererseits auch gut: Noch völlig außer Atem und verwirrt und verletzt, möchte ich doch keinen Moment der Berg- und Talfahrt missen, weil ich glaube, daß wir da einen großen Schritt weitergekommen sind. Und jetzt besser wissen, was geht und was nicht.

"Jetzt wegzulaufen, wäre nicht nur dumm, sondern auch feige."

Richtig.
Und ein bißchen feige und dumm waren wir beide in den letzten Tagen, aber geredet haben wir und Notbremsen gezogen und die Paranoia abgesattelt und viel geweint (jeder in seinem Universum aus verschiedenen Gründen, aber heilsam war es für beide allemal).

"Das hier hat Substanz."

Richtig.
So viel davon, daß sich diese Substanz verdichtet und Druck erzeugt oder zumindest manchmal das Atmen schwer macht: Die unterträgliche Leichtigkeit des Seins. Weil es doch manchmal einfacher ist, als man es sich in seinem komplizierten Hirn vorstellen kann.

Und was das WerHängtHierWieTiefDrin angeht: Das kann man nicht messen. Das soll man auch nicht messen: Universen sind nicht quantifizierbar. Und nur, weil jemand viel davon ausdrückt und seinem Herzen ein gutes Stück näher ist und seinen Monstern und Ängsten (da habe ich einen gewissen Vorsprung, nicht zuletzt durch therapeutisch angeleitete Selbstdemontage bis zum Äußersten), heißt das nicht, daß der andere weniger involviert ist. Das wollte ich an dieser Stelle nochmal betonen: Es reicht, wenn man sich seinen eigenen Kopf zerbricht. Dicke reicht das.

Jetzt erstmal wieder durchatmen, sich besinnen, rekapitulieren und ein Fazit ziehen. Dann sehen wir weiter, denn es gibt noch viel zu sehen.
Und viel zu kalibrieren: Feinjustierung zweier komplexer Systeme, die miteinander funktionieren wollen, und das über 400 Kilometer. Nicht einfach, aber machbar.

Denn trotz allen Unverständnisses haben wir uns verstanden, trotz aller Ängste den Mut besessen, zu reden, uns im Arm gehalten trotz aller Fluchtgedanken, in dem ganzen Chaos einen Sonnenuntergang gesehen, sind im Zorn nicht weggerannt, sondern dageblieben, kurz: wir haben uns miteinander auseinandergesetzt, was zwangsläufig zu Auseinandersetzungen geführt hat
ich habe festgestellt, ich ganz alleine für mich, daß ich diese Kombination für durchaus wetterfest erachte, wenn wir uns lassen, wie wir sind: Kommunikationsfähig auch im größten Schweigen und sehr realistisch und real in Bezug auf- und in der Beziehung zueinander.

Und jetzt, wo die Wirrnis nachläßt, ist auch schon wieder Platz für ein kleines bißchen Vermissen, nur ein Hauch, weil ich mich immer noch fühle, als wäre ich im vollen Lauf gegen eine Glastür gedonnert, aber immerhin: Auch wenn mich der Pferdedieb zuweilen maßlos aufregt und ich stellenweise nur noch den Kopf schütteln konnte und gestern abend nicht wußte, ob ich ihm um den Hals fallen oder ihm eine scheuern sollte, ich vermisse ihn, wenn er nicht da ist.

Montag, 12. März 2007

Ach nee...da war doch was.

Wieder in Göttingen ankommen und sich wundern, warum man keine Homezone hat: Immerhin ist man schließlich wieder zuhause.

Bericht folgt, jetzt erstmal raus, Wunderwetter genießen.

Donnerstag, 8. März 2007

Vom Näherkommen (einer Stadt, einem Menschen, der Wahrheit).

Es sind jetzt noch grob geschätzt fünfzehneinhalb Stunden...so langsam werde ich nervös und freue mich und das Herz regt sich und hüpft ganz leise auf und ab.
So frisch geduscht und mit fast gepackten Siebensachen (betet, daß meine Wäsche bis morgen früh trocken ist, sonst hat nicht nur Houston ein echtes Problem) sieht die Welt auch wieder ein bißchen besser aus. Wird alles gut und ist alles echt und gleichzeitig halb so wild.

Smiri geht jetzt schlafen, dann ist schneller morgen und ich bin schneller da, wohin ich mich sehne und wo es mein Herz hinzieht: Zum Pferdedieb, dem geschätzten, ritterlichen, der gut für mich ist und mich so scheints zu einem besseren Menschen macht: Zum Phoenix, der ich bin. Und auch alleine geworden wäre, keine Frage. Aber so macht es erstens mehr Spaß und zweitens geht es schneller, weil ich gefordert bin und aufgehoben zugleich. Weil da jemand ist, der mein Gefieder krault und mir die Streichhölzer wegnimmt, wenn ich mich mal wieder in Brand stecken mag, jemand, der mich nur mit seiner Stimme aus den wirren Straßenzügen von Trash Town lotsen kann, jemand, an den ich denke, wenn alles arg und grau ist, der mich zum Lachen bringt oder zum Weinen, je nachdem, was ich brauche, der mich versteht und zuhört, wenn ich mich selber nicht mehr verstehe vor lauter Gekreisch im Kopf.
Der Pferdedieb ist mir Stimme und Körper und Gedanken und Navigator und Fels (fast hätte ich Wels gesagt) und der, für den es sich lohnt.
Und ich kann mich in seine Arme fallen lassen und weiß: es ist sicher dort, ich bin sicher dort, der Phoenix ist sicher.
Mittlerweile bin auch ich mir sicher, was und wen ich will: Ihn, bei mir. Nichts anderes und niemand anderen, nicht mehr suchen: Gefunden und aufgehoben sein.

Das wollte ich nur mal gesagt haben, ich Frau des geschriebenen (genauer: des gebloggten) und nicht des gesprochenen Wortes.

Nie fragen!

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