Donnerstag, 8. Juni 2006

Kampfansage, to whom it may concern.

Fuck off and die, echt jetzt.

Ich wünsche hiermit offiziell die Pest an diverse Hälse, weil ich mich in einer beschissenen apokalyptischen Scheißstimmung befinde, schon seit Tagen, und dann noch mit großartigem Timing verarscht werde von vorne bis hinten. Scheiß auf alle Lügen, aktuelle und vergangene, Scheiß auf das alles. Eh nur Betrug und ich hab keinen Bock mehr auf Investitionen in Menschen, die es nicht verdienen und nie verdient haben. Fakt: Ich bin STINKSAUER.

Nichtsdestotrotz hat die letzte Schlacht in meinem Kopf gerade erst begonnen, und jedesmal, wenn ich mich ein Stückchen besser fühle, zerren mich meine Geister an den Haaren zurück und haben mich die letzten Tage in ein dunkles Zimmer gesperrt, mich an einen Stuhl gefesselt, mich geknebelt und schreiten jetzt auf mich zu, kichernd, und wetzen die Messer oder fuchteln mir mit ihnen vor der Nase herum. Und das Leben tut seinen Teil dazu und läßt, wenn das Wetzen und Fuchteln zu langweilig wird, eins dieser Messer in noch offene, gerade halbwegs vernarbende Wunden stürzen, dreht es ein paar Mal hin und her und streut Salz drauf, damit es mehr Spaß macht. Oder läßt Klaviere auf mich drauf fallen, immer und immer wieder.

Aber ich habe das Recht, meinen Absurditäten stattzugeben und mich nicht zu maßregeln für das, was ich denke.

Und wütend bin ich, verdammt, und es tut mir mittlerweile leid um die Zeit. Wer hier gewinnt oder verliert, ist mir zwar nicht egal, aber trotzdem klar: Ich kann nur gewinnen, weil ich kämpfe, und zwar gegen mich. Und für mich. Ihr werdet ihn schon noch sehen, meinen Phönix.

In der Zwischenzeit:
Fuck off and die. Und die Pest. An Hälsen.

Dienstag, 6. Juni 2006

Mund auf, Augen zu, Stecker raus, ich dreh durch!

Woah...ein seltsames Wochenende mit zum Glück großartigem Abschluß. Sehr viel gelacht gestern, viel zu wenig für die Magisterarbeit getan, aber immer noch wild entschlossen und unmotiviert.

Alles ist merkwürdig und seltsam verzerrt, ich mache mir Sorgen und Gedanken, ich glaube, ich bin zu viel alleine in letzter Zeit... Das tut mir nicht gut, mit meinem Kopf alleine zu sein und ihn nicht mal gründlich durchlüften zu können. Ich werde dann nach ein paar Tagen leicht seltsam und eigenbrötlerisch und besorgt und panikiere und mache mir Gedanken und denke, ich habe schon verloren, bevor das Spiel richtig anfängt. Und mein Herz tut mir weh, immer mal wieder. Und komme dann gar nicht zum Genießen der guten Momente, die es durchaus gibt, weil ich sie nicht sehe.

Ich mag mich nicht besonders im Moment, aber auch das geht vorbei.

Und irgendwie sieht dieser Eintrag ganz anders aus, als ich das wollte.

Man gebe mir ein paar Tage Zeit, dann wird alles schon wieder, glaube ich. Ich wünschte nur, ich wäre ein bißchen offensichtlicher auf dem richtigen Weg. Schade nur, daß der richtige Weg so steinig und unbequem ist, und die Landschaft ist auch nicht gerade schön.

Aber ich will hier nicht sinnfrei rumjammern, daher gut für jetzt.

Sonntag, 4. Juni 2006

Über Gott und den Verlust desselben.

Auf Anregung des ersten Kommentars in meinem Blog seit langem mal eine Präzisierung meines bislang eher verschwommen gebliebenen Glaubens an Gott...

Ja, ich glaube an Gott. Schon seit immer und auch immer noch, und man mag davon halten, was man will (ich z.B. denke, auch intelligente Menschen können gläubig sein!), es ist so: In meinem Universum gibt es einen Gott.
Ich will mit meinem Glauben niemanden auf den Sack gehen, weil ich denke, daß das eine sehr persönliche und intime Sache ist, der eigene Glauben, und so subjektiv, daß man ihn in den seltensten Fällen jemandem vermitteln oder überhaupt in Worte fassen kann.
Deshalb schreibe ich auch so wenig darüber. Aber hier mal ein kurzer Versuch:

Dieser mein ganz persönlicher Gott war mir immer sehr nahe, mal mehr, mal weniger, aber ich hatte immer ein Gefühl seiner Präsenz in meinem Leben. Dieses Gefühl kann man vielleicht folgendermaßen verdeutlichen: Stellt Euch vor, Ihr denkt an einen Gegenstand, der Euch wichtig ist. Wenn Ihr an diesen Gegenstand denkt, entsteht vor Eurem geistigen Auge ein Bild des Gegenstandes, meist in Verbindung mit seinem ungefähren Aufenthaltsort, und das dazugehörige Gefühl. So ungefähr ist das mit Gott und mir: Wenn ich an ihn denke, hatte ich immer eine Art geistige Verbindung und ein gutes Gefühl von Ruhe, Stille und Geborgenheit.

Allerdings ist letztes Jar so viel Mist passiert (wen es wirklich interessiert, der schaue bitte hier, hier oder auch hier), daß diese Verbindung abgerissen ist. Ich bin ohne maßlos übertreiben zu wollen in den Grundfesten erschüttert worden und habe die Dinge und Menschen und Orte, die mir am meisten bedeutet haben, auf richtig miese und beschissene Art und Weise verloren, gewaltsam und unerwartet. Und war ziemlich fertig deswegen. Ich bin gerade dabei, mich neu zu sortieren und habe fast ein Jahr gebraucht, um mich wieder halbwegs zu sammeln. Und vor lauter neuem Trash in Trash Town ist das Band zerrissen oder zumindest unter viel Gerümpel begraben worden, was mich mit meinem Gott verbunden hat.

Was aber nicht heißt, daß ich nicht mehr an ihn glaube, sondern daß ich ihn nicht mehr spüren kann oder nur sehr kurz sehr wenig und ihn vermisse. Aber das Band wird wiederkommen, da bin ich mir sicher.

Nie fragen!

Smiris Welt

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Danke
Well I imagine you'd say no. I wouldn't blame you,...
castilla - 31. Mär, 22:03
Stolz für dich
Vielen Dank an den Autor. Ich weiß nicht, ob es Updates...
SabrinaKaiser (Gast) - 27. Mär, 18:12
campuses at the seaside
Flagler College and University of Hawaii at Manoa have...
ashtomullens - 21. Okt, 06:51
Very wonderful experience.
Very wonderful experience.
io game (Gast) - 30. Sep, 09:56
solipal
With the command of a competent and consistent recruiter,...
castilla - 9. Aug, 18:24

Suche

 

Status

Online seit 7368 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 31. Mär, 22:03

Credits


Becoming the Doctor
Building Trash Town
die Sicht des Phoenix
Driving Miss Smiri
Fundsachen
Letters to Lords and Ladies
Lieder von Tagen
Life of a HiWi
Little Tentacle
Magistra Aquarium
Note To Self
OrgaStuff
Realms of the Zockerqueen
Reverb 10
Smiri träumt
Smiris Guide to Smiris Welt
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development