Freitag, 30. September 2005

Hihi...

Ich bin äußerst amüsiert und sehr entspannt. Lehne mich zurück und schaue mir selber beim Leben zu.

Alles noch sehr früh, richtig. Nur nichts überstürzen. Einfach mal zurücklehnen und genießen, was da kommen mag.

Ich finds gut so.

Alle Zeit der Welt haben, die ganze Welt haben, sich Zeit nehmen und Zeit geben.

Einatmen, ausatmen. Langsam. Ruhig. Stille im Kopf, amüsierte Stille, ganz leise, frohe Stille im Herzen.

Kleines, schiefes Grinsen im Gesicht, ganz wenig Angst nur.

Gut so.

Ganz leise leuchten, sichtbar, aber still. Wenig denken, nur entspannen und genießen. Laufen lassen, Loslassen.

Ich fühl mich wie ein Meer oder am Meer, vielleicht auch darin. Blau und weit und ruhig.

Donnerstag, 29. September 2005

Stroboskop

Hm...

Das Gespräch mit dem Miszter war gut, mehr als das. Entspannt, ich, und ruhig und gelassen. Schöner Abend. Gutes Gespräch. Es geht aufwärts.

Und dann der gestrige Abend, über den ich mich hier noch weitestgehend ausschweigen werde, weil ich dazu noch nichts sagen kann und will, außer: Es war gut. Mehr als das. Erstaunlich, nur gehofft, nie geahnt und gut. Und überraschend. Ich bin vorsichtig, SmiriHerz im Anschlag und auf der Hut, Warten. Erstmal.

Das Warten hat sich im Verlauf des heutigen Tages erstmal als richtig herausgestellt, weil es doch nicht alles so gelaufen ist, wie ich dachte. Wir werden sehen. Ich habe ein bißchen Schiß, aber nicht zu viel. Es wird sich zeigen.

Alles hat seine Zeit, wie es schon in der Bibel steht:

"Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit." (Kohelet 3, 1-8)

Alles hat seine Zeit, und Smiri hat alle Zeit der Welt. Ich übe mich in Geduld. Und in Demut, immer noch.

Alles hat seine Zeit, und unsere Zeit wird kommen. Irgendwann.

PS: Ich muß hier noch eine Buchempfehlung loswerden. "Ich und die anderen" von Matt Ruff. Unbedingt lesen, es ist so großartig, so bitterschöntraurig und komisch zugleich. Es geht um zwei multiple Personen, Andrew und Penny, die sich kennenlernen, bzw. um die ganzen anderen Persönlichkeiten in ihnen, die sich kennenlernen. Wunderschön. Und sehr interessant, weil ich mich frage, ob das wirklich so vor sich geht, wenn man multipel ist.

Dienstag, 27. September 2005

...

Oh Mann. Ich bin erkältet, und ich hasse erkältet sein.

Vor allem jetzt, wo ich doch alle meine Sinne beisammen brauche und nicht den Kopf im Arsch vor lauter Gerümpel in meinen Nebenhöhlen...

Heute ist Tag vier, ergo kriege ich Husten. Wenn ich so weitermache, hutentechnisch (basso profundo und steigerungsfähig), spotze ich spätestens morgen kleine Fellbällchen, die sich dann auf meinem Schreibtisch tummeln, mich an den Haaren ziepen, mit mir schmusen wollen und sich dann auf und davon machen, irre kichernd, versteht sich.

Kächkäch. Käch.

In gar wenigen Stunden ist Treffen mit dem Miszter. Ich bin nervös, aber gleichzeitig erstaunlich ruhig. Wie seltsam, das Fremdsein wandelt sich: Vor einigen Tagen war mir der jetzige Zustand noch fremd, meiner Umwelt ging es genauso. Jetzt ertappe ich mich dabei, wie mir der ZusammenZustand fremder ist als der jetzige. Wie mir der Mensch im Jetzt so fremd wird, daß mir der, den ich kannte, noch fremder erscheint. Und ich mich manchmal nicht wundere, warum wir nicht zusammen sind, sondern warum wir so lange zusammen waren. Nicht, daß ich es bereue, aber ich frage mich, wie das so lange hat halten können, so, wie es jetzt ausgeht.

Aber ich weiß, ich bin immer noch hypersensitive, was das Thema betrifft, lange nicht über den Berg, viel zu sehr involviert. Aber ich wollte das nur mal so konstatieren, kurze Momentaufnahmen festhalten. Und mich vielleicht selbst gegebenenfalls daran erinnern.

Ich bin so ruhig, ich wundere mich über mich selbst.

Morgen wissen wir mehr.

Nie fragen!

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