Samstag, 3. September 2005

Bleibt alles anders.

Wut. Gereiztheit. Zorn.

Immerhin etwas, was mich treibt. Könnte ausrasten, jede Sekunde. Gestern ernstes Gespräch über Glauben, Vertrauen, Hoffen. Was will ich? Was kann ich?

Schlecht geschlafen, bin im Traum verfolgt worden, jemand hat versucht, mich umzubringen. Angst, ganz viel davon. Und keine Lust, aufzustehen, wollte trotz Alpträumen noch schlafen. Alles besser als das hier. Zu beobachten, wie alles stagniert, mich selbst zu beobachten beim ZynischWerden, BitterWerden, Durchdrehen, langsam, aber sicher.

Was ist aus all dem geworden, was ich vor knapp einem Jahr geschrieben habe? Was ist aus dem HachBinIchGlücklichWirTunUnsSoGutAllesIstSuper geworden?

...Zorn. Verzweiflung. Angst. Trauer. Verletzheit. Trauma. Unglück, großes, über mich hereingebrochenes.

Komme ich da drüber hinweg? Jemals? Fühlt sich gar nicht so an zur Zeit.

Kein Loslassen in Sicht, immer noch nicht. Stattdessen löse ich mich ab von mir. Von der, die ich glaubte zu sein bis vor kurzem. Was auch bedeuten kann (Achtung, mein kleiner innerer Optimist meldet sich, give him a great big cheer, hooray), daß ich mich jetzt selbst neu zusammensetzen kann. Alles auf Anfang. Mich neu definieren, zu dem werden, was ich bin. Wenn alles leer ist, kann ich doch die Leere versuchen zu füllen. Oder?

Noch zu früh für sowas, aber möglich ist es. Hoffe ich.
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Freitag, 2. September 2005

Once upon a time

Mag nicht mehr so weitermachen.

Weiß aber auch nicht, wie sonst.

Wohin mit mir? Wo bin ich denn überhaupt zur Zeit? Ich ertrag nichts mehr und ertrage doch jeden Tag. Fühlt sich alles so sinnentleert an, ich fühl mich sowieso leer. Mag nicht mehr reden, nicht mehr denken. Mag gar nichts mehr. Und auch nicht vor mich hinstarren, wegschauen, beobachten. Nichts sagen können, weil es nicht geht. Will nicht akzeptieren. Will auch nicht glauben, daß sich doch nichts ändert. Ich will die Realität telle qu'elle est nicht begreifen. Ich will nicht, daß das alles wirklich mir passiert ist, mit mir passiert. Will nicht, daß das alles real ist. Will nicht wirklich sein, was ich bin. Alleine jetzt und traumatisiert und kaputt und verlassen, besonders vom Mut und der Hoffnung und von mir selbst verlassen. Mein Film hat vor zwei Monaten aufgehört, mein Leben, so wie ich damit arbeiten und umgehen konnte, stoppt hier. Das, was jetzt passiert, ist nicht meins.

Will da raus, will zurück und das geht nicht.

Nein, kein hoffnungsvoller Eintrag heute, ich weiß. Im Grunde weiß ich auch, daß es weitergehen muß, nur wie, weiß ich nicht. Da hilft keine Unterstützung von außen, wenn doch die, die man unterstützen will, so weit weg ist. Habe mich ausgeklinkt, verzeihung. Bitte seht mir das nach, bin nicht zugänglich, vorübergehend außer Betrieb. Das tut mir leid und auch nicht wirklich. Ich bin grad weg, ganz weit weg. Auf unbestimmte Zeit.

Once upon a time...

Donnerstag, 1. September 2005

Sonderbares Kind

Hrgnhzrhng...

Schlafstörungen haben wieder angefangen, diesmal aber mit produktivem Nebeneffekt: Gestern nacht um eins den Laptop ins Bett geholt und nach ungesichertem WLan gesucht (nicht fündig geworden, schade, das.) Und dann eine Mail an meinen Vater verfaßt, Rohentwurf zwar, aber gut. Wenn auch zynisch, bißchen und ... smiriesk. Bin gespannt, was zurückkommt, wenn ich die mail weggeschickt habe. Ob er sich bewußt macht, daß ich eine Frau bin und kein Kind mehr? Habe da so meine Zweifel.

Heute viel zu spät aufgewacht, hinke allem hinterher, macht aber nichts. Bin immer noch unter Glas, halte mich von mir selber fern. Wird nicht besser, macht mir manchmal Sorgen, ist aber auch ganz gut so.

Heute nacht ekelhaften Traum gehabt von Autounfällen, Flugzeugabstürzen, Bäumen voll mit Leichen. War aber im Traum alles eher heiter und pragmatisch. Nie fragen...

Katze 2 hat übrigens gemerkt, daß im Kleiderständer sitzen und fauchen nicht so der Bringer ist. Nach zwei Tagen verachtungsvollen Blicken außerhalb des Kleiderständers läßt sie sich immerhin schon dazu herab, mich zu grüßen. Und sich von mir streicheln zu lassen, manchmal. Katze 1 war schon zweimal auf meinem Bett, als ich gestern versucht habe, einzuschlafen, ließ sich aber nicht zum Bleiben überreden. Na immerhin. Wenigstens geht irgendwas aufwärts hier.

In wenigen Stunden gehe ich übrigens aus Versehen mit einem Mann zu zweit alleine essen. Keine Hintergedanken, es fiel mir nur gestern auf, daß ich mich verabredet habe, ohne zu wissen, ob da noch andere Leute mitgehen. Wird nett, bestimmt. Obwohl ich ein bißchen unkommunikativ bin zur Zeit, klammere bestimmte Themen aus, und da das die Themen sind, über die ich permament nachdenke, tendiere ich zu beredtem Schweigen. Oder hirnlosem Geräusch.

Heute ist der erste. Bald der achtzehnte. Ich will, daß es vorwärtsgeht, will aus mir raus und doch nicht.

Zum Abschluß dieses Eintrags noch dieses, auch von Fried (klar) und mit großem Eindruck auf mich:

*Sonderbares Kind*


Das Mädchen mit Locken sagte

ihr Haar seien Schlangen

zwar unsichtbar für andere

aber sie könnten

sichtbares Feuer speien

das werde alles verbrennen

Man war nicht zu Stein erstarrt

sondern man gab ihr

eine Wahrheitsdroge

ein Präparat das fast immer

sicherstellt daß der Patient

die Wahrheit sagt

Es heißt sie nahm nichts zurück

Die Klinik verbrannte
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Nie fragen!

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