Es tut sich was. Nicht nur sind die Haare frisch gefärbt und der Undercut rasiert (in schicker Winterlänge - ganz ab war mir nämlich zu fröstelig), auch das Innere meines Kopfes hat sich nach Alkohol- und Kaffeeabstinenz (!!!) ein wenig beruhigt. Ich bin noch nicht ganz wieder auf der Höhe, aber es wird schon.
Mal andere Musik hören, mal entspannt baden gehen, mal runterkommen und sich zum Zuhausebleiben und Schlafen zwingen.
War eine harte Woche, jetzt bin ich aber mehr oder weniger genullt.
Es passiert ja doch was, sehr viel sogar, und Herr S. bringt mich darauf, daß man auch mal vor Angst und Wut gegen Zigarettenautomaten hauen und gegen Bäume treten darf. Ich darf das. Und das gehört alles zu mir.
Wenn auch meine Gefühle im Moment ganz woanders sind und nur tröpchen- und situationsweise durchsickern, weil es sonst zu weh tut und mich verzweifeln ließe. Abschied auf Raten: Es ist nunmal, wie es ist. Und alleine dieser Umstand tut schon weh.
Daher lieber ein wenig dissoziieren, sich von mir selbst entfernen und sehen, was passiert. Ich freue mich auf morgen, denn ab morgen ist Dezember: Mein Monat. Und ich bin mir sicher, er wird so schön, daß er mich für Einiges entschädigt, was dieses Jahr so passiert ist.
Durchatmen, aufatmen, weiteratmen.
Weitermachen.
smiri - 30. Nov, 16:26
Alte Cds von mir durchgekramt und dabei die
Selected Ambient Works 85-92 von Aphex Twin wieder für mich entdeckt.
Schön.
Flugs gewandelt und auf den mp3Player gezogen, ein kleines, ambientales Bollwerk gegen das tägliche Gefühl des Versagens, was mich zur Zeit ein wenig unzufrieden macht. Weil ich weder Schlafen noch Essen noch Arbeiten hinbekomme, so ein Scheiß. Geschweige denn die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Pöh.
Heute abend werd ichs mir jedoch bei mir mit mir gut gehen lassen und hoffen, daß der gewünschte Energieschub bald eintritt. Wäre vonnöten, es lauern stressige Zeiten.
smiri - 29. Nov, 18:24
Ich kann nicht schlafen. Das macht mich fertig. Ich komm nicht in die Therapie deswegen und viel zu spät zur Arbeit. Mittlerweile ist es so schlimm, daß ich fast schon Angst hab vorm Schlafengehen, weil es wieder nicht funktionieren wird. Und ich mag es nicht machen wie sonst: Trinken, bis ich einfach nur noch umfalle, ins Bett und ins Koma.
Deshalb habe ich gestern entspannt zuhause gesessen, mich aufs Schlafen vorbereitet und es hat doch nicht geklappt. Dann wollte ich durchmachen (wenns doch eh schon fünfe ist und ich um neune raus muß), das ging aber auch nicht. Dann wollte ich wenigstens drei Stunden schlafen, was aber durch zwei Feuerwehrwagen, die irgendwas mit viel Qualm und Rauch zwei Häuser weiter löschen mußten, verhindert wurde. Was dort gebrannt oder gequalmt hat, ließ sich bei Tageslicht jedoch nicht eruieren, also keine Katastrophenberichte heute. Also bin ich irgendwann gegen halb acht oder acht verendet (eingeschlafen kann man das nicht mehr nennen) und irgendwann ein paar Stunden später (viel zu spät und doch viel zu früh) wieder auferstanden, an die Uni gerast, und jetzt sitz ich immer noch hier und bin frustriert, daß ich nicht mal so einfache Dinge wie Schlafen geregelt bekomme.
Smiri ist nicht müde und nicht wach und irgendwie einfach weg und nicht von dieser Welt. Hab aber auch noch keine Ersatzwelt gefunden, in der es sich in diesem Zustand komfortabel leben ließe. Nur viel zu tun und keinen Kopf dafür.
Aber bald wird alles besser: Besuch aus Berlin hat sich angekündigt, wäre doch gelacht, wenn wir nicht mal vier, fünf Tage heile Welt simulieren könnten. Wenigstens zu meinem Geburtstag. Bitte.
smiri - 28. Nov, 21:11
Wer wissen will, wies mir geht, höre sich dies hier an. Und zwar bitte laut und deutlich.
Thomas D., Franka Potente "Wish (Komm Zu Mir)"
I wish I was a
hunter in search of different food
I wish I was the animal which fits into that mood
I wish I was a person with unlimited breath
I wish I was a heartbeat that never comes to rest
Komm zu mir
Komm zu mir
Komm zu mir
Komm zu mir
I wish I was a stranger who understands the sky
I wish I was a starship in silence flying by
I wish I was a princess with armies at her hand
I wish I was a ruler who'd make them understand
Komm zu mir
(Komm zu mir)
Komm zu mir
(Komm zu mir zurück)
Komm zu mir
(zurück, zurück, zurück)
Komm zu mir
(zurück zu mir)
Wir sprengten jeden Rahmen
als wir zusammen kamen
war's wie eine Explosion
und ich schwör
ich spür die Erschütterung immer noch
ich weiss du rennst und doch
bist du erst nah und da
wenn du in meinen Armen liegst
ich geh zu Boden wenn du nicht mit mir fliegst
oh Baby, bitte bitte lauf lauf gib nicht auf
ich hab dich vermisst
es fressen mich Dämonen auf wenn du nicht bei mir bist
ich tu was du verlangst hab keine Angst
ich lass dich nicht allein denn uns gehört die Welt
wir können alles sein doch jetzt bist du auf dich gestellt
I wish I was writer who sees whats yet unseen
I wish I was a prayer expressing what I mean
I wish I was a forest of trees that would hide
(komm zu mir)
I wish I was a clearing of secrets left inside
(komm zu mir)
..zurück
Ich bin wegen dir hier
zum Glück bleibt uns noch Zeit bis zur Ewigkeit
ein Stück deines Daseins steckt in mir
und ich halt es so fest doch die Erinnerung bringt mich um
weil es mich nicht loslässt
bitte bleib bei mir verzeih mir
lass es dich nicht zerstören
wir kommen frei hier
wenn wir nur auf die Liebe schwörn
es gibt sonst nichts auf dieser Welt was uns zusammenhält
ausser dem was du mir gibst wenn du mich liebst
und deshalb Baby lauf lauf, bitte gib nicht auf
ich hab dich vermisst
es fressen mich Dämonen auf wenn du nicht bei mir bist
ich tu was du verlangst hab keine Angst
ich lass dich nicht allein denn uns gehört die Welt
wir können alles sein sind wir auf uns gestellt
Wir zwei beschreiben Stille, die jeden Krach umhüllt
besitzen ein Bewusstsein, das jeden Raum erfüllt
auch du wirst mich vermissen, wenn keiner bei dir ist
denn ich will von dir wissen wer du bist
Ich brauch dich doch auch nicht mehr als du mich
Ich brauch dich doch auch nicht mehr als du mich
Ich brauch dich doch auch nicht mehr als du mich
Ich brauch dich doch auch nicht mehr
I wish I was a hunter in search of different food
I wish I was the animal which fits into that mood
I wish I was a person with unlimited breath
I wish I was a heartbeat that never comes to rest
I wish I was a forest of trees that would hide
I wish I was a clearing of secrets left inside
I wish I was a stranger who understands the sky
I wish I was a starship in silence flying by
Komm zu mir
Komm zu mir
Ich brauch dich doch auch nicht mehr als du mich
Ich brauch dich doch auch nicht mehr als du mich
Ich brauch dich doch auch nicht mehr als du mich
Ich brauch dich doch auch nicht mehr
smiri - 28. Nov, 21:09