Sonntag, 13. August 2006

Wer hat das Glück versteckt?

Jep, die vergangenen Lieder holen mich ein...heute ist es mal wieder die Frau LaHengst, die mich erinnert.
Allerdings nicht an schöne, sondern an bittere Zeiten, an letzten Sommer und wie es am Fest war und was da schon nicht mehr war, was jetzt wieder nicht ist. Und das ist einerseits schön, sich der Handvoll Wehmut hinzugeben, die nach allem übrig bleibt. Und andererseits...nun ja...wehmütig.

Das Wetter verdeutlicht mir, daß ich mein Versprechen an mich selbst nicht eingehalten habe: Ich wollte den Sommer genießen, doch der scheint nun vorbei, und ich hab nicht viel davon gehabt, wenige wirklich gute Topmomente, in denen ich richtig Sommer war. Zuviele Nervmomente, in denen mir alles zuviel wurde und ich mit dem Verarbeiten nicht mehr nachkam. Lehrreich war er durchaus, dieser Sommer, aber er geht und hinterläßt einen bitteren Nachgeschmack, weil sich so vieles, was gut anfing, im Nachhinein relativiert hat.

Schade eigentlich. Und daher frage ich mich, wer zum Geier das Glück versteckt hat. Ich weiß, es lauert da irgendwo hinter der nächsten Ecke, mit all seinem ungehobelten Potential und einer Bratpfanne in der Hand, bereit, mich von den Füßen zu hauen und mir so richtig eins in die Synapsen und auf meinen Pessimismus zu donnern. Aber es läßt zur Zeit ein wenig auf sich warten, das miese Stück.

Und ich schreibe und schreibe und weiß eigentlich gar nicht, was ich schreiben will oder wollte oder sollte, ich habe nur das dringende Bedürfnis, diesen Tag in irgendeiner Weise festzuhalten, weil er so unwirklich war und so vergessenswürdig, nichtssagend, höhepunktslos. Mein Leben hat so wahnsinnig viel Energie in beide Richtungen aufzuweisen, wo ist sie hin? Smiri dümpelt, das Smirileben dümpelt, und wenn ich auch nach dem Streß der letzten Zeit Ruhe gebrauchen kann: Ich kann mit zuviel Ruhe nicht umgehen. Zuviel Unerledigtes sucht sich in stillen Momenten einen Weg in mein trotz Faulenzdämmer stets waches Bewußtsein und pickt und ziept und nervt. Ich erledige unangenehme Dinge lieber beiläufig und im Fluß, wenn ich mich dazu aufraffen muß, kostet es nur dreimal soviel Zeit.

Also, Glück, komm raus, schlag mich! Gibs mir!



..wieder nichts. Wenn man nicht weiß, was man vom Glück will, kann man dann glücklich werden? Und wenn man zu genau weiß, was man vom Glück erwartet, setzt es dann noch irgendein bißchen Kraft daran, diesen Erwartungen gerecht zu werden? Ich glaube kaum. Oder doch. Ich weiß nicht.

Purer Stream of Consciousness, hatten wir hier schon lange nicht mehr, deucht mir. Tut gut, zu schreiben und sich im virtuellen Netz zu verewigen...welch absurder Gedanke, eigentlich: Sich virtuell verewigen. Virtuelle Welt ist nicht beständig und schon gar nicht ewig, da noch nicht mal greifbar. Was hiervon existiert in zehn Jahren noch? Oder sagen wir, in fünf?

Hachja. In zweieinhalb Stunden gehe ich wieder arbeiten. Ein seltsamer Zeitpunkt und ein seltsamer Abschluß für einen überaus seltsamen Tag.

Samstag, 12. August 2006

Urlaubsleben und gefühlte Apokalypse.

Mannmannmann. Ich bin (und ich sage das nur ungerne) ganz froh, wenn mein Urlaub vorbei, die [M1] wieder hier und alles wieder wie vorher ist. Ganz apokalyptisches Gefühl, kein Tagesrhythmus mehr, mehr schlechtes Gewissen wegen unerledigter Dinge als zuvor, schalen Geschmack im Mund von den vielen Zigaretten und unausgeprochenen Dingen.

Wenn es nach mir ginge, würde ich ganze Tage verschlafen, und was soll ich sagen: Es geht nach mir. Und macht doch keinen Spaß mehr. Dann lieber viel Arbeiten und abends das Gefühl haben, was getan, bewegt, gemacht oder sich zumindest gequält zu haben. Ein leises Gefühl des NichtKlarKommens schleicht sich ein, generiert durch zuviel Schlaf, zuviel Party und zuwenig guter Momente. Es dümpelt, das Smirileben. Und fühlt sich dabei unehrlich, träge und unschön an.

Klarheit, das ist es, was ich suche, nicht diese Benommenheit, die nicht mehr von mir weichen mag, nicht die betrunkenen Blicke durch die nachtschweren Lider auf andere Betrunkene, nicht diese verregnete Sehnsucht respektive Sinnsuche, bedeutungsschwangere Nichtigkeiten.

Einfach mal wieder früh aufstehen, normale Dinge tun, sich normal freuen und ärgern und das Gefühl haben, daß man sein Leben und Lieben im Griff hat. Normale Dinge zu normalen Zeiten essen, die Wäsche gleich aufhängen, rechtzeitig irgendwo anrufen, sich kümmern um sich und sein Leben. Und nicht so durchhängen, verdammt.

Und daher werde ich jetzt sinnvollere Dinge tun und den Rechner Rechner sein lassen und nicht mehr ErsatzLeben.

Dienstag, 8. August 2006

Rückfall. Oder: seltsame Träume, die mehr Wahrheit in sich bergen, als Smiri sich so denkt.

Seltsam geträumt, nachdem ich bis um fünf im icq rumgehangen habe....kaum ist die [M1] Kinder quälen und Auto fahren, werde ich komisch.

Schon merkwürdig: Ich wohnte bis vor vier Wochen alleine, und das zweieinhalb Jahre lang. Trotz des Miszters, der mich anderthalb Jahre auf Trab gehalten und bei mir gewohnt hat, wohnte ich offiziell alleine. Und jetzt, nach vier Wochen ZweierWG [M1]+[M2], fühle ich mich plötzlich unglaublich einsam und irgendwie unterbeschäftigt und ... seltsam. Als hätte es mich Schlag auf Schlag in irgendwelche depressiven Phasen reingeworfen, die ich schon lang abgehakt glaubte.

Zum Glück habe ich die Tagesziele trotzdem erreicht: Wäsche waschen und einkaufen, nicht viel, aber für mich gerade mehr als genug und danke Erledigung selbiger bin ichs für heute zufrieden und will auch gar nicht mehr raus.

Und (es gibt keinen Zufall, remember?) heute habe ich meine "Von Hier An Blind" wiedergefunden, sie reingemacht und prompt angefangen zu heulen, weil es mich so arg an eine gute Zeit erinnert hat. Ja, diese Zeit war gut. Und auch wenn ich damals schon geahnt habe, daß es so nicht bleibt, war es doch schön. Und der ganze Ärger der letzten Monate hat sich für einen ganz kurzen Moment relativiert, zusammen mit einem Traum der gestrigen Nacht. Für einen kurzen Moment habe ich mich daran erinnert, wie es mit dem Miszter war, als es gut war. Und für einen noch viel kürzeren Moment war er wieder in meinem Herzen und es tat weh und war doch sehr real.

Auch das hat nicht sollen sein, hat mich verletzt und weh getan, und doch: Es war mal schön.

Ich danke Gott für diesen Moment, den ich bei mir trage und festhalte: Es war nicht alles schlecht, und Smiri hat geliebt, wirklich geliebt.

In diesem Sinne können wir jetzt ganz entspannt weitermachen. Bitte weitergehen, es gibt nichts zu sehen.

Nie fragen!

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