Dienstag, 20. September 2005

Kopf im Arsch.

...das ist eine wundervoll treffende Umschreibung meines Zustands heute und exakte Übersetzung des französischen Ausdrucks "etre la tete dans le cul" für verpeilt, verwirrt sein.

Genau so gehts mir. Schuld daran ist unter anderem ein wundervolles und überaus wirksames homöopathisches Berhigungsmittel, das ich gestern aus Angst vor Einschlafstörungen leider viel zu spät genommen habe. Und dabei auch vergessen, daß ich auf Medikamente jeder Art extrem sensibel reagiere. Daher habe ich gut und fest und verschlafen und bin noch nicht ganz auf der Höhe. Kann ja noch kommen, wir werden sehen.

Gestern "Gleißendes Glück" fertiggelesen. Ich bin begeistert, immer noch. Es hatte sich ja am Anfang als nicht so rockend herausgestellt, aber der Schein trügt. Frau Kennedy tut ihren Protagonisten mal wieder unglaubliche Dinge an, die beim Lesen so weh tun, daß ich irgendwann hin- und hergerissen bin zwischen Buch weglegen, querlesen und doch genau Wort für Wort weitermachen, auch wenn es weh tut. Sie mutet ihnen viel zu, den Menschen, die sie erfindet. Und läßt sie trotz aller Qualen auferstehen, Rettung in letzter Sekunde.

Mein Glückskeksspruch von gestern lautet übrigens: "The vices of today can be the virtues of tomorrow". Nur mal so am Rande.

Seit heute bin ich wieder ErsatzSpielerin im Theaterprojekt, bei dem ich schon vor Monaten mitgemacht habe. Mit viel weniger Zeit bis zur Premiere (die ist nächste Woche, haha) und noch keiner richtigen Rolle, die ich ersetzen soll. Das stellt sich wohl kurz vor knapp heraus. Wir werden sehen.

Und hier ein Lied, daß ich seit Ewigkeiten nicht gehört habe und das jetzt plötzlich aktuell wird...

*U2 Who's Gonna Ride Your Wild Horses*

You're dangerous, 'cos you're honest.

You're dangerous, you don't know what you want.

Well you left my heart empty as a vacant lot

For any spirit to haunt.

***

You're an accident waiting to happen

You're a piece of glass left there on a beach.

Well you tell me things

I know you're not supposed to

Then you leave me just out of reach.

***

Who's gonna ride your wild horses?

Who's gonna drown in your blue sea?

Who's gonna ride your wild horses?

Who's gonna fall at the foot of thee?

***

Well you stole it 'cos I needed the cash

And you killed it 'cos I needed revenge.

Well you lied to me 'cos I asked you to.

Baby, can we still be friends?

***

Ah, the deeper I spin

Ah, the hunter will sin for your ivory skin.

Took a drive in the dirty rain

To a place where the wind calls your name

Under the trees, the river laughing at you and me.

Hallelujah! Heaven's white rose

The doors you open I just can't close.

***

Don't turn around, don't turn around again.

Don't turn around your gypsy heart.

Don't turn around, don't turn around again.

Don't turn around, and don't look back.

Come on now love, don't you look back.

***

Who's gonna ride your wild horses?

Who's gonna drown in your blue sea?

Who's gonna taste your saltwater kisses?

Who's gonna take the place of me?

Who's gonna ride your wild horses?

Who's gonna tame the heart of thee?

***

Das ganze Album (Achtung, Baby) geht mir ziemlich nah. U2 at their best, wunderschöne Texte. Werde ich heute noch hören, denke ich. Auch wenns weh tut. Aber es ist so schön...
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Montag, 19. September 2005

...

Tjahaa, schwarz weggehen kann ich noch! Sogar sehr gut. Ein paar Lieder kannte ich, zu denen habe ich auch getanzt wie eine junge Göttin (denn das Tanzen, das klappt immer). Und zu meiner großen Freude meinen ExExFreund (also den UrEx, quasi) wiedergetroffen, den ich seit mindestens nem halben Jahr nicht mehr gesehen habe. Gutes Gespräch und schön zu sehen, daß man sich noch was zu sagen hat und daß was aus ihm geworden ist. War echt ein netter Abend, wenn auch viel zu früh vorbei, arbeitsbedingt. Ich gehöre ja leider zur GastroSchicht der Bevölkerung, was heißt, daß ich Samstags und Sonntags morgens arbeiten muß, holdrioh.

Und das wiederum hieß, daß ich am Sonntag morgen um acht aufstehen mußte. Um drei war ich zuhause, es hätte also noch halbwegs funktionieren können...hat es aber nicht. Erst konnte ich nicht einschlafen, obwohl ich hundemüde war. Dann bin ich misztertraumbedingt um halb acht weinend aufgewacht. Super. Die Schicht wurde dementsprechend anstrengend, noch verstärkt durch den Umstand, daß aufgrund der Wahlen jeder, aber auch wirklich jeder gedacht hat, er geht mal schnell frühstücken. Terror. Am liebsten wäre ich nach der Schicht ausgewandert oder hätte meine Identität gewechselt oder mir doch zumindest einen falschen Bart und einen Granatwerfer besorgt...

Und heute morgen schon wieder gearbeitet. Mannmannmann. Jetzt ist es aber gut für die nächsten Tage. Ich bin so verdammt müde und meine Schlafstörungen machen mich fertig, vor allem, weil ich so früh raus muß zur Zeit.

In wenigen Tagen geht eine meiner HerzMenschen weg aus der Stadt, das habe ich noch gar nicht richtig begriffen, aber ich fange an, dumpfes Unbehagen zu verspüren. Klar, ist nicht das Ende der Welt, sie ist nicht am Ende der Welt, aber trotzdem. Schade ist es, mehr als das.

Die Zeiten ändern sich, liebe Smiri. Und das behagt mir gar nicht. Wenn ich doch wüßte, daß sie sich zum Guten ändern...

Ich verändere mich, und ich weiß nicht, ob zum Guten. Zwar werde ich größer und zeige mich stärker als vorher, aber auch ernster, bitterer. Kritischer und weniger hoffnungsvoll. Weniger Smiri. Ich nähere mich der Bedeutung meines Namens an: Die Herbe, die Bittere.

Der Schmerz nistet sich ein und bleibt da, geht nicht weg und wird nicht weniger. Fast kann ich mich dran festhalten, das gefällt mir nicht. Ich kann ihn nicht rauslassen, weil er so tief drin hängt in mir, weil er so konsequent da ist, daß ich schon gar nicht mehr schmerzfrei denken kann, mich nicht schmerzfrei denken und wünschen kann. Nur in meinen Träumen kommt er zum Vorschein, zeigt sich ansatzweise das wahre Ausmaß der Verletzung, HerzVerwüstung. Immer das gleiche Thema, gleiche Hauptpersonen, gleiches Gefühl. Betrug, Verhöhnung, Vertrauensbruch. Angst, große. Immer. Nicht zu erfüllende Bedürfnisse. Und immer wache ich weinend auf. Ich fühl mich nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret. Und das, obwohl man sagt, daß Zeit alle Wunden heilt. In meinem Fall hat sie mich wohl vergessen, ihr Werk noch lange nicht begonnen. Wie lange soll das noch so weitergehen?

Es wird Zeit für was Schönes, SmiriHerz. Was Gutes, Großes. Ich bin nicht bereit dafür, in keiner Weise. Aber ich könnte es gebrauchen, ein kleines Stück vom ganz großen Glück.

Oh yeah.
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Samstag, 17. September 2005

Smiris Früher. Jetzt.

Nur ganz kurzer Eintrag, muß gleich wieder weg, Kaffee trinken...

Es geht mir merkwürdig. Ich habe getan, was ich tun wollte/konnte/mußte, und jetzt... seltsam leer.

Heute abend gehe ich mal wieder schwarz weg, ich bin gespannt, ob ich in meine GruftSchnickiKlamotten noch reinpasse und mich so auf die Straße traue und zu der Musik noch tanzen kann und irgendein Lied noch kenne.

Alte Sachen kommen hoch und werden wieder zelebriert, scheint mir.

Ich gedenke, nicht nur des letzten Jahres, sondern auch meiner selbst, Smiris Früher gedenke ich.

Wir werden sehen.

Es tut immer noch weh, keine Frage, aber irgendwann scheint man sich an den DauerSchmerz zu gewöhnen...
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