Montag, 22. November 2004

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Und prägnante Einträge leider auch nicht.

Der Alltag greift um sich, dringt langsam, aber sicher auch in meine pärchenhappinessgeschwängerte Pseudorealität und fängt an, Zweifel zu säen und Unmut und Zickigkeit zu ernten.

Mann, kann ich Tussi sein. Und aufbrausend. Und launisch. Das sind ja alles Sachen, die gute Freunde schon immer über mich behaupten. Aber ich kenne das von mir eigentlich nur in Beziehungen, dieses "ZickZickZick" ganz besonderer Sorte, Ungeduld und ähnliches. Erstmal nur auf kleiner Flamme und nur mir auffallend, aber vorhanden. Und ständige Selbstreflexion: Kann ich das? Will ich das jetzt gerade wirklich oder nur ihm zuliebe? Ist das schon kranker Beziehungsshit oder noch normaler humaner Umgang? Etc. Und gleichzeitiges Erkennen, daß das grad Blödsinn ist, den man sich da ausmalt, daß man überreagiert, daß man jetzt besser ruhig ist, weil man sonst ungerecht ist, daß man sich entschuldigt, bevor überhaupt was passiert, weil alles schon/nur im Kopf passiert ist.
Hatte ganz vergessen, wie sich das anfühlt...

Fakt ist, wir sind beide (zum Glück!) keine unbeschriebenen Blätter, was Beziehungsleid angeht. Nur tendiere ich ja (ganz leicht nur -*hust*!) zum absoluten Overkill, was SichGedankenUmSichDieWeltUndAndereMachen angeht. Was heißt, daß ich mich de facto in den letzten Tagen oft dabei ertappe, wie ich mich beobachte (ja, stellt es Euch ruhig bildlich vor!) und versuche, mir ALLE Gedanken über ALLES gleichzeitig zu machen und sämtliche Probleme -vergangene, gegenwärtige, zukünftige, hypothetische, reale, eigene, fremde, große, kleine- auf EINMAL zu bedenken und gleichzeitig zu lösen.

Missis, learn to relax. Du bist nicht die einzige Frau der Welt, die seit zwei Monaten mit jemandem zusammen ist und Du bist auch nicht die einzige, die sich Gedanken macht, also warum zur Hölle machst Du Dir alle auf einmal, Herz, hm?

So muß ich zur Zeit mit mir reden, ist das nicht furchtbar?
Dem Miszter gehts ansatzweise genauso, nur daß er keinen blog hat, in dem das auftauchen könnte. Und sich vielleicht nicht ganz so arg den Kopf zerbricht. Oder anders. Oder vielleicht auch einfach dabei die Nerven mehr behält. Oder so.

Und: Ja, wir reden drüber. Vielleicht auch einfach zuviel.

Zuviel Denken ist nicht gut, vor allem nicht über Gefühle, das sollte man dem Herzen überlassen, sich damit auseinanderzusetzen, ist schließlich sein Ressort, nicht wahr.

Donnerstag, 18. November 2004

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Heute abend ist ein feines "Konzert":https://www.goetz-widmann.de, auf das ich mich sehr freue. Gut, daß ich morgen ausschlafen kann...

Gestern nach langer Zeit im UBU gewesen und es fast schon bereut. Da geht's im Moment rund, ich werde hier nicht auf die Interna eingehen, aber: gut, daß ich da (mehr oder weniger) draußen bin und stattdessen an der Uni arbeite, die mir seit sechs Wochen kein Geld überwiesen hat. Hoffen wir, daß sich das bald ändert - allmählich wird's finanziell bißchen dünn...
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Mittwoch, 10. November 2004

Ich weiß, ich bin böse, aber...

Da beschwere ich mich am laufenden Band, ich hätte keine Leser, und schreibe dann einfach nicht. Oh Mann. Tschuldigung.

Bevor mich also das schlechte Gewissen anfrißt, wird weitergebloggt! Ich scheine allerdings nicht die Einzige zu sein, die grad ein bißchen blogmüde ist, siehe "Frau Gröner":https://www.ankegroener.de, die wohl zur Zeit an ihrer Seite bastelt oder so. Jedenfalls von dort auch schon länger nichts gehört.

Es sei an dieser Stelle auch nochmal auf "das hier":https://www.parapluesch.de hingewiesen, weil das Schaf jetzt auch geht. Nie fragen, Sie wissen schon.

Und sonst...

Mir geht es gut, richtig gut. Zwar bin ich zur Zeit (seit fast zwei Monaten, um genau zu sein) ziemlich auf Tauchstation, nicht nur, was das Bloggen angeht, aber ich brauche das auch. Ich genieße die Zeit, die wir zu zweit verbringen, und es wird immer besser. Natürlich achte ich schon darauf, mein Umfeld nicht vollends aus den Augen zu verlieren, aber ich denke, die verstehen das schon, daß ich mich nach zweieinhalb Jahren Singledasein nur zu gerne in den Beziehungspärchenmodus begebe, einfach weil es so gut ist. Weil ich jetzt alles habe, was ich brauche. Weil ich den Menschen an meiner Seite weiß, der mein Herz zum Klingen bringt. Jawoll!

Mein letztes Semester (mit Scheinen und Seminaren, meine ich) hat begonnen, und auch instantan angefangen, mich bis über beide Ohren zu nerven. Es ist jetzt definitiv gut mit Studieren! So langsam kommt dann doch die Zeit für was Richtiges. Und so viel Angst ich auch vor der Magisterarbeit habe, so sehr freue ich mich auch darauf. Endlich was Eigenes, was Ernsthaftes, richtige ARBEIT eben.

Woah. Wenn ich mir das alles so überlege, stehe ich an der Schwelle zum Erwachsensein. Alles hat eine ganz andere Qualität als noch vor ein paar Jahren. Tiefer, ernster, mehr Konsequenzen. Und ich mittendrin, immer noch so verpeilt und verträumt und verwirrt wie vor ein paar Jahren, aber andererseits eben auch konsequenter und irgendwie...man schlage mich, aber reifer. Schon.

Jetzt werden Schritte gegangen, die ein konkretes Ziel haben, die Dinge zum Abschluß bringen oder Weichen stellen für spätere Wege. Das Gefühl hatte ich zum letzten Mal nach dem Abi bzw. kurz vor dem Einschreiben an der Uni. Und das betrifft nicht nur meine berufliche Zukunft als akademische Arbeitslose bzw. arbeitslose Akademikerin, sondern auch mein Privatleben.

Ich sehe "Beziehung" nicht mehr nur als nettes Plus oder teeniehappinessgeschwängerten Lebensinhalt, sondern als möglichen Grundstein für Familiengründung, als Teil meines Lebens, der auch Konsequenzen haben kann. Versteht jemand, was ich damit meine? Die Leute um mich herum fangen an, zu heiraten oder Kinder zu kriegen, und dieses Bewußtsein, daß das nicht mehr nur abstraktes Hirngeschwurbel ist, sondern tatsächlich möglich (weil Leute das tun, die ich kenne, und zwar gut), färbt auch auf mich ab.

Was jetzt nicht heißen soll, daß das Aufgebot bestellt ist (wie macht man das überhaupt???). Aber es könnte. Irgendwann. Wirklich.

Kraß.

Ich bin erwachsen.

Huah...

Nie fragen!

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